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Arthur Millers „The Crucible“: Rezension — 9 Kommentare

  1. Richtig gute Rezension! Ich kenne das Buch nicht, aber ich werde mir es auf jeden Fall durchlesen, wenn sich unsere Wege (also meiner und der des Buches :D) mal kreuzen. Ich finde die Hexenverfolgung sowieso extrem spannend, also ich heiße das natürlich nicht gut, aber irgendwie ist es ein faszinierendes Thema. Kennst du/ihr zufällig „Hexenschwester(n)“? Da geht es um eine relativ ähnliche Story, bei der ein Mädchen, deren Großmutter in Europa als Hexe angeklagt und verurteilt wurde, mit Puritanern nach Amerika flieht, dort jedoch von der Vergangenheit eingeholt wird. Allerdings wird es da im ersten Teil so dargestellt, als ob das Ganze eine echte Geschichte wäre (am Ende werden sogar Hinweise erbeten), während die Geschichte im zweiten Band etwas abstrus wirkt.. Also wenn jemand von euch es gelesen hat, kann sie mir ja vielleicht erzählen, wie viel davon wahr ist 😀
    Was für eine Facharbeit war das? 🙂

    Liebe Grüße,
    Cho

    • Ah, und bevor ichs vergesse: Kit, das „Weitererzählgeschichten-Projekt“ läuft solange, wie jemand etwas schreibt (also bisher noch gar nicht :D)! Und ich würde mich seehr freuen, wenn jemand seine kreative Ader auspackt und ein paar Worte kritzelt 🙂

      • Hallo Cho,
        das freut mich sehr zu hören, dann setze ich mich gleich mal dran und fange an zu schreiben! Das habe ich sowieso viel zu lange schon nicht mehr gemacht…
        Also für Vi kann ich hier nicht sprechen, aber ich zumindest kenne „die Hexenschwestern“ nicht, darum kann ich dir nicht sagen, ob es auf einer wahren Geschichte basiert, oder nicht. Aber wenn nicht, wäre es doch schon irgendwie cool, wenn der Autor/die Autorin es dann so wirken lässt, als wäre es doch so…und bei vielen, gerade historischen Romanen ist es ja so, dass die irgendwo einen wahren Kern haben, aber dann noch viel dazu gedichtet wurde.
        Und um deine letzte Frage auch gleich noch zu beantworten: bei uns ist es so, dass die Schüler in der 11. eben diese Facharbeit schreiben als Vorgeschmack auf das wissenschaftliche Schreiben an der Uni, also man entscheidet sich eben für ein bestimmtes Thema und „forscht“ darüber, also besorgt sich Bücher zu dem Thema und arbeitet sich so rein…und dann schreibt man über seine „Forschung“ und Ergebnisse eben diese Facharbeit. Die ist relativ umfangreich, also ich hatte z.b 20 Seiten am Ende, darum haben wir in der Zeit auch keine Klausuren 😉 Vi hat über Thomas Mann und sein Exil in den USA geschrieben, sogar auf Englisch, und ich habe eine Art psychologisches Profil der Terrororganisation Boko Haram erstellt.
        Gibt es sowas bei euch eigentlich auch? Also dass ihr dieses „wissenschaftliche Arbeiten“ lernt, oder machen nur wir das?
        Viele Grüße! Kit

        • Super! Bin gespannt aufs Ergebnis 🙂
          hab grade auch nochmal nachgeschaut, also der erste Teil heißt „Hexenkind“ und erst der zweite „Hexenschwestern“. Ja, das hat die Autorin auf jeden Fall geschafft 😀
          Dein Thema klingt auch echt interessant! Nein, bei uns gibt es nichts Vergleichbares.. Allerdings gibt es einen Seminarkurs, in dem die Leute dann auch eine Facharbeit schreiben müssen, in diesem Jahr über ethische Themen wie Pränataldiagnostik etc.
          Liebe Grüße

  2. Danke, Cho! Das freut mich sehr 😀
    So, jetzt hat Kit mir meine Antwort ja schon fast vollständig vorweggenommen – nein, „Die Hexenschwestern“ kenne ich leider auch nicht, klingt aber wirklich ziemlich ähnlich zu „The Crucible“. Ja, das Thema finde ich auch unglaublich interessant (und ich denke, interessant können auch unschöne Themen wie Hexenverfolgung sein, immerhin können wir Dinge, die in der Geschichte passiert sind, ja nicht leugnen oder ungeschehen machen).
    Auf den McCarthyismus, also dieser Verbindung, die Arthur Miller zur Hexenverfolgung gezogen hat, bin ich beim Schreiben meiner Facharbeit gestoßen – Kit hat es ja schon erwähnt 😉 . Thomas Mann, der kurz vor dem 2. Weltkrieg ins Exil nach Amerika gegangen ist, war einer der vielen Menschen, die in der Zeit des Kalten Krieges als Kommunist denunziert wurde.
    Liebe Grüße von Vi

    • Thomas Mann sagt mir gar nichts, wie bist du auf das Thema gekommen? 😀
      Hört sich aber auf jeden Fall spannend an. Und alles auf Englisch: Respekt!
      Liebe Grüße

      • Thomas Mann war ein ziemlich berühmter deutscher Schriftsteller. Die Idee, dieses Thema zu wählen, ist mir ehrlich gesagt erst ziemlich spät gekommen, aber meine gesamte Familie ist total von Mann begeistert. Den Ausschlag hat dann ein Originalbrief von Mann an meinen Urgroßvater gegeben, den ich natürlich gut als Quelle benutzen konnte 😉
        Naja, aber trotzdem finde ich das Thema sehr interessant – eben weil ich mich sowohl für Literatur als auch für Geschichte interessiere und in diesem Thema echt viel drin steckt.
        Ja, auf Englisch…dafür durften wir aber auch nur 8 Seiten schreiben und dabei hätte ich gerne noch so viel mehr geschrieben… 😀
        Liebe Grüße

  3. Habt ihr schon einmal eine Inszenierung davon gesehen? Ich habe zwar immer noch nicht den Dramentext gelesen, aber schon zweimal live eine Aufführung gesehen, einmal von der Theater-AG in der Schule, einmal im Naturtheater. Und es ist großartig. Beim ersten Mal (Bei der Theater-AG der Schule!) musste ich deswegen heulen. Ich hab nie davor in einem Theaterstück geweint. Ich würde es auch mal lesen, aber grundsätzlich das Stück hat schon einen festen Platz in meinem Herzen!

    P.S. @Cho und Kit: 1. Ja, in Ba-Wü kann man wahlweise eine Seminararbeit passend zu einem Seminarfach schreiben, mit der man dann nicht mehr zur Präsentationsprüfung im Abitur antreten muss, wenn man nicht will. Aber nicht nur rein zu ethischen Themen, auch wenn die am beliebtesten sind. Ich bin z.B. in einem Seminarkurs, in dem wir unsere eigene Geschäftsidee entwickeln und umsetzen und nebenher eine Arbeit über ein Wirtschaftsthema schreiben. Unsere Geschäftsidee war es dann, Taschen aus Kinoplakaten zu nähen und auf die Gefahr hin, Werbung zu machen, wir haben auch eine Homepage auf der man bestellen kann: Bag to Movie (Unser Finanzchef neulich zu mir: Du Mulan, du könntest doch Werbung auf deinem Blog machen…)
    Jedenfalls sollte ich mal entscheiden ob ich über geplante Obsoleszenz oder Kinderarbeit schreiben will.
    2. Ein Brief von Thomas Mann? Wie cool! Wäre bei meinen Urgroßvätern wohl eher nicht vorgekommen (meine Familie ist kein Urgestein der Bildungsbürgerlichkeit, sagen wir es mal so) Ich lese grade „Buddenbrooks“ also ist das für mich quasi ein kleines, erstaunliches Wunder.
    3. Weitererzählgeschichte! Dat Stichwort! Ich glaube, ich könnte mich bei dem Thema vergraben, denn ich möchte gerne endlich ein bisschen dran arbeiten.

  4. Du lebst!! 😉 Wir hatten uns schon etwas Sorgen gemacht, aber schön, dass es dich noch gibt und du nicht ganz untergetaucht bist.
    Sehr cool, dass du Inszenierungen davon gesehen hast! Das stelle ich mir prinzipiell noch interessanter vor, als das Drama, weil sich das etwas in die Länge zieht… Und ich glaube, dass ich auch heulen könnte – allein weil mich das Ende im Drama schon so geärgert hat, dass ich am liebsten irgendwo gegen getreten wäre.
    Ja klar, missbrauche unseren Blog ruhig als Werbeseite, das stört uns überhaupt nicht 😉 Nein, die Idee finde ich ziemlich cool!
    Für mich das Stichwort: „Buddenbrooks“: Wollte ich eigentlich auch immer schon einmal lesen, aber irgendwie habe ich da so eine Art innere Blockade. Vielleicht raffe ich mich ja auch mal dazu auf 😀