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Der Miau-Knopf — 10 Kommentare

  1. Oh Mann, Vi … deine Mutter, die zu dir sagt, sie ficke deine Mutter – das haut mich um. Danke für den Text, auch wenn ich ihn so trist finde, dass ich selbst ganz traurig werde.

    • Wenn man so darüber nachdenkt, ist es wirklich ziemlich traurig, ja. Aber wenn man wirklich in dieser Kultur drinsteckt, ist das völlig normal – genau, wie es in Deutschland auch niemanden stört, wenn man scheiße sagt – das sind ebrn bestimmte (wenn auch unschöne) Redewendungen. Wie ist das mit dem Fluchen in Frankreich?
      Naja, dazu muss ich natürlich auch sagen, dass ich hier ein Bisschen über trieben habe, ganz so schlimm ist es zumindest bei uns eigentlich nicht (obwohl meine Mutter und Tante sich häufig ziemlich schlimm hoffen).
      Klar haut einen diese Ausdrucksweise ziemlich um. Aber es kommt eben auch immer auf den Tonfall an. Was ich mit diesem Beitrag gar nicht erreichen wollte, ist, meine Mutter in ein schlechtes Licht zu stellen! Das wirkt alles ziemlich krass – aber ich liebe meine Mutter sehr! Eigentlich sollte das hier eher ein satirischer Einblick in die „dunklere Seite“ der bosnischen Kultur sein. Tut mir leid, dass er dich traurig gemacht hat, Christiane, das wollte ich damit eigentlich nicht erreichen 🙁

      • Alles ok, Vi, mach dir keine Sorgen und nimm nichts davon zurück und schreibe (genau so) weiter! dDass mich dein Text anrührt ist doch ein gutes Zeichen. Natürlich übertreibst du, ich übertreibe auch manchmal, schildere meinen Mann muffiger als er ist oder bastele mir ein peppigeres Ende meiner Erlebnisse für den Blog. Ich finde es auch klasse von deiner Ma, dass sie dich das schreiben lässt, ohne einzugreifen. Ich schreibe auf meinem Blog sehr „zahm“, weil meine Mutter, die ganze Familie, Ex-Kollegen, Freunde und ein Haufen Leute mitliest, auf die ich Rücksicht nehme. Manchmal denke ich, ich sollte einen anonymen Blog schreiben, um auch mal kompromisslos deftiger zu werden 😉

        Fluchen ist in Frankreich eher Männersache. Mann sagt gern „putain“ oder „bordell de merde“ oder auch ganz viel „merde“, „connard“ (Hure, Scheißbordell, Scheiße, Arsch) – Frauen sagen vielleicht „merde“ (Scheiße), anderes nur wenn sie vulgär sind. Meist sagt man als Frau „mince“, das fängt phonetisch wie „merde“ an, wird dann aber harmloser, heißt so in etwa Mist, oder Verflixt („zut!“ oder „zut alors!“) „Ich ficke deine Mutter“ oder was auch immer gefickt wird, ist hier die Sprache der arabischstämmigen Jugendlichen und sagt sicher keine Frau! (Ich habe mir den in Deutschland von mir oft gebrauchten Stinkefinger, gezischt mit einem herzhaften „Wichser!“ mühsam wieder abgewöhnt. Stinkefinger geht in Frankreich gar nicht, und schon gar nicht von einer Frau, das ist vulgär bis zum Anschlag, schockierend und nicht möglich, es sei denn in einem gewissen Milieu.)

        Anyway. Keep on writing, girl! 🙂

        • Danke, Christiane. Ja, ein vollkommen anonymer Blog wäre schon manchmal toll – obwohl ich mich natürlich freue, wenn Freunde und Familie unsere Beiträge lesen ;). Aber manchmal könnte ich einfach noch so viel mehr schreiben, mich über so viele sletsame und verrückte Menschen in meiner Umgebung auslassen. Blöd nur, wenn die dann mitlesen und sich selbst wiederentdecken…
          Das in Frankreich nicht so viel geflucht wird und dass Stinkefinger überhaupt nicht gern gesehen werden, finde ich eigentlich ganz schön. Manchmal fällt es mir auch schwer, das mit dem Fluchen zu lassen, aber auch wenn meine Freundinnen mich „Bitch“ nennen, kann ich mich stundenlang aufregen – was ist das denn für ein Ton? Selbst, wenn es nicht so gemeint ist, fühle ich mich dadurch einfach total gekränkt. Aber „mince“ klingt eigentlich ganz süß – naja, zumindest für mich, ich verstehe nämlich leider kein Wort Französisch (außer vielleicht noch „merde“ 😉 )

  2. Interessant, witzig und nachdenklich.

    Ich kann mich zumindest nicht darüber beklagen, wenn jemand anderes über meine Haare redet, wenn man so lange Haare hat wie ich… in dem Fall ist es einem meistens aus irgendeinem Grund peinlich und man streitet es ab, weil man keine Lust hat drüber zu reden und wird dadurch in ein Gespräch verwickelt, das man nicht führen möchte. Also, ich kann nichts dran finden, wenn man über Haare redet, auch wenn gewisse Kommentare nervig sind (Mulan! Es stimmt nicht, dass Sissi ihre Haare mit tausend Bürstenstrichen gekämmt hat!) dabei machen andere Leute mich zu einem Prinzessinnenmädchen, das ich nicht bin. Ich hab Haare, gut. Gott, ich schreibe tatsächlich über Haare. Haarlängenvergleiche sind manchmal die Schwanzlängenvergleiche der Mädchen. Aber deswegen muss es nicht peinlich sein über Haare zu reden. Ich sag ja nur.

    Die bosnische Art zu fluchen finde ich etwas befremdlich, es hört sich aber sehr unterhaltsam und ziemlich komisch an 😀

    Jeder, der nicht zu den ersten gehört hat, die ein Handy hatten, hat verächtlich auf die WhatsApp Nutzer herabgesehen… bis er selbst eins hatte. 😉
    Ich finde es auch interessant, wie gerade die fleißigsten sozialen Netzwerker am häufigsten über exzessive Nutzung sozialer Netzwerke schreiben und darüber, dass wir in einer Zeit leben, in der das Internet viel zu viel Zeit beansprucht. Gerade diese Menschen kriegen es ja -wenn sie intelligent sind- am meisten zu spüren, dass sie ihre Zeit verschwenden. Ich auch. Und ich denke, dass jeder im Hinterkopf hat: „Immerhin bin ich nicht so oft im Internet wie die anderen“. Nun gut.

    • Noch ein paar Gedanken:

      Schwierige Frage, bei der ich nicht weiß, ob du sie beantworten willst: Was macht es denn deiner Oma so schwer, die Plüschkatze von einer echten zu unterscheiden?

      Bosnien hört sich herrlich chaotisch an. Wie die Geschichten, die mir meine Eltern immer über „China vor fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahren“ erzählen. Ich meine, klar herrscht auch in China auch immer mal wieder Chaos vor, Flughafen werden gebaut, bei denen kein Schwein je fragen würde, ob da eigentlich Sprinkler für den Notfall da sind und die trotzdem irgendwie fertig werden, aber man merkt dort, wie sich das ganze Land immer weiter strafft und irgendwie immer langweiliger wird, wie gewisse mitteleuropäische Industrieländer. Vielleicht ist es eines Tages überall mindestens so. Oder es gibt einfach immer Orte, in denen die Menschen die Dinge nicht immer so ernst nehmen. Was sowohl gut als auch schlecht sein kann, keine Frage.

      Wobei ich mich erinnere, dass selbst in Paraguay, dem Land mit der Lebenseinstellung des Kaigue (oder so. Jedenfalls eine entspannte „das wird schon, leb in den Tag hinein“ Lebenseinstellung) aus den Pools im Winter das Wasser abgelassen wurde (auch wenn „Winter“ in Paraguay so ein strittiger Punkt ist, mit 18° C Durchschnittstemperatur im kältesten Monat) und ich nehme auch an, dass es nicht in ganz Bosnien Praxis ist, sich pausbäckige Frösche im Pool zu halten 😀

      • Naja, mittlerweile hab ich ja ein Smartphone, aber trotzdem kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen, wenn Leute ständig davorhängen, obwohl du natürlich recht hast und ich auch Ewigkeiten vor meinem laptop hänge. Aber was soll ich denn machen, wenn ich ständig Kommentare beantworten muss 😉
        Ich glaube schon, dass meine Oma die Stoffkatze als Kuscheltier wahrnimmt – schließlich hatte sie kein Problem damit, als meine Mutter sie gegen die Wand geworfen hat. Aber das schließt für sie irgendwie nicht aus, dass die Katze trotzdem essen und miauen kann. Ich finde das total süß, Oma ist schon ein wenig Vergesslichkeit geworden, aber sie hat Katzen immer geliebt und hat sich deshalb wohl riesig gefreut, wieder eine im Bett neben sich zu haben 😀
        Ja, wie ist das eigentlich mit dir und China? Ich würde echt riesig gerne mal was von deinen Erlebnissen dort hören.
        Und nein, natürlich ist es nicht in ganz Bosnien üblich, das Wasser nicht auszulassen. Obwohl wahrscheinlich schon häufiger als hier in Deutschland 😉

        • Hmm, hatte ich hier nicht auch einen Kommentar? Ich muss wohl wirklich einen blöden Zeitpunkt erwischt haben, als ich den abgeschickt habe. Kann sein, dass ich da einfach furchtbar frustriert war, nachdem natürlich das System mal wieder meinen Kommentar verschluckt hat. Wobei das natürlich für kurze Zeit gut für DICH war, denn da musstest du ja nicht vorm Laptop hängen, ne?

          Hmm. Ich nehme an, du meinst NICHT dass deine Oma die personifizierte Vergesslichkeit ist? 😛 😀
          Also, so eine Mischform? Vielleicht braucht sie das auch. Aber ich, keine Ahnung 😀

          Naja, mein letztes ERlebnis mit China ist jetzt auch schon eine Weile her. Mal sehen.

  3. Ups, mein Handy… Ja, das kommt davon, dass ich die Kommentare jetzt so bequem davon abschicken kann, hat eben alles Vor- und Nachteile, nein natürlich spreche ich nicht von der Vergesslichkeit in Persona :p
    Ich habe ehrlich gesagt einen ziemlichen Schock bekommen, als ich deine ganzen Kommentare so auf einmal gesehen habe – so viel zu beantworten – deshalb fasse ich mich jetzt ein wenig kürzer… In echt freuen wir uns natürlich immer riesig, wenn jemand kommentiert, aber ein bisschen Gestöhne muss immer sein, oder?
    LG Vi

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